Borowski, übernehmen Sie!

Besuch am Tatort-Set in der Alten Marinetechnikschule in der Wik, in der sonst vor allem Flüchtlinge wohnen. Dunkel gekleidete Techniker und Assistenten mit ernstem Gesicht verbreiten Hektik. Ein Kabelträger rennt mit einem Lasagne-Teller vom Büffet zurück an seinen Arbeitsplatz. Fast pünktlich wird die Journalisten-Schar zum Fototermin geführt. „Wir machen es wie immer. Sie kennen ja das Vorgehen“, heißt es, bevor viel zu schnell aufgezählt wird, was alles verboten ist. Arabische Anwohner latschen völlig ungerührt durch die Szene – frei nach dem Motto: Kommissar Borowski? Nie gehört. Dieser soll im Vorfeld einen Fotografen angegrantelt haben, der ihm auf dem Gelände über den Weg lief. Kaum zu glauben, zeigt sich Axel Milberg doch beim Fototermin gewohnt gelassen, schmunzelt kurz und gibt den Presseleuten brav die Hand. Man ahnt, dass auch die spannendste Serienrolle auch mit Routine verbunden ist. Das Stadtmagazin Ultimo lese er regelmäßig auf seinem Hotelzimmer im Maritim, verrät der ehemalige Kieler-Gelehrten-Schüler, der an diesem Tag wie ein Politiker vor allzu neugierigen Fragen abgeschirmt wird. „Borowski und das verlorene Mädchen“ heißt der neue Fall aus Kiel mit Milberg und Sibel Kekilli in den Hauptrollen. Auch der bekannte Schauspieler Jürgen Prochnow („Das Boot“) wird diesmal „als Leiter der Staatsschutz-Abteilung beim LKA“ vor der Kamera stehen. Das Erste will diesen „Tatort“ zwar erst 2017 ausstrahlen. Wer sich die Vorfreude darauf nicht verderben möchte, sollte jetzt nicht weiterlesen: Es geht um ein Mädchen, das seinen Bruder wegen Mordes an einer Mitschülerin anzeigt. Und dann entdecken die Kieler Kommissare noch, dass die Kleine heimlich zum Islam konvertiert ist. Übrigens erwartet die Sonntag-20.15 Uhr-Fangemeinde in diesem Jahr der 1000. Tatort, in dem uns Axel und die schöne Maria Furtwängler gemeinsam ermitteln werden. Jutta Ehmsen

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