Urban Gardening auch in Kiel

Der April weiß ja bekanntlich nicht so genau, was er will – wettermäßig. Wir hingegen wollen zur Zeit hauptsächlich eins: hinaus in Natur, um Sauerstoff und UV-Licht zu tanken – und um uns an den Blumen satt zu sehen. In den Gärtnereien Kiels herrscht ein Kommen und Gehen. Doch nicht nur bunte Blüher wandern in den Einkaufskorb, sondern immer öfters auch Saatkartoffeln, Salat und Gemüse. „Urban Gardening ist in“, beobachtet Fridolin Klemm. Der Chef des gleichnamigen Kronshagener Gartenmarkts ist auf diesen Trend vorbereitet und berät auch gerne Neueinsteiger. Während immer öfter Rosmarin, Salbei und Thymian die Balkonkästen ziert, vergraben Gartenfreunde neuerdings gerne Kartoffeln in ihren Terrassentöpfen. „Kleine Mengen sind gefragt“, weiß Gärtner Klemm, auch bei Karotten und Salat, die frühzeitig und frisch für den eigenen Teller geerntet werden können. Denn der Trend zum Großstadtgemüse schwappt aus Berlin und Hamburg jetzt auch nach Kiel über. Die Blumenfreunde lieben´s natürlich eher üppig. Zum Beispiel Hornveilchen in der Größe XXL, wie es sie in diesem Jahr erstmals beim Pflanzenhof Dressler in Russee gibt. Daneben schimmern mehrfarbige Primeln wie Krepp-Papier aus den Töpfen. „Sehen die nicht kuschelig aus“, lacht Gärtnereichefin Andrea Dressler. Und dann warnt sie auch schon vor Frost im April. Während die Frühblüher und winterharten Stauden ohne Bedenken ins Freiland dürfen, sei bei Sommerblumen Vorsicht geboten. Bunt ist besser: So lautet offenbar des Gärtners Credo – auch bei den Stiefmütterchen, die in diesem Jahr vielfach zweifarbig sind. Hauptsache auffällig: „Die gelben leuchten schon von weitem“, rät die gelernte Zierpflanzengärtnerin Jenny Joppin von Klemms Gartenmarkt allen Blumenfreunden.

Bild: Blumig bunt: Gärtnereichef Fridolin Klemm und Praktikantin Jasmin Störcker stehen zwischen den Stiefmütterchen.

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