Baden mit Begleitschutz

Steifer Ostwind, Brandung und unerwartete Strömung. Einige Badegäste unterschätzen die Naturgewalt – oder überschätzen ihre eigenen Kräfte. Die Noteinsätze an Schleswig-Holsteins Ostseeküste häufen sich. Zum Glück gibt es Rettungsschwimmer, die den Uferbereich fest im Blick behalten. „Wir setzen täglich 29 Helfer ein“, berichtet Manfred Matthesius, der die DRK-Wasserwacht zwischen Strande und Laboe leitet. „Hoffentlich schwimmt niemand zu weit hinaus“, wünscht sich der 18-jährige Otis Kowalke, der an diesem Sonntag auf dem DLRG-Turm der Seebadeanstalt Düsternbrook wacht. Es sind nicht viele Baderegeln, die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg zum Strand geben sollten. 1. Wenn eine rote Flagge weht, herrscht Badeverbot, zumeist wegen starker Strömung oder Wellengang. 2. Das Brückenspringen von Dampferanlegern ist generell verboten. 3. Man sollte nicht über die Bojengrenze hinausschwimmen. Und noch ein Tipp am Rande: Bei Verbrennung durch Feuerquallen empfiehlt Wasserwacht-Chef Matthesius die betroffenen Hautstellen mit nassem Ostseesand einzupacken und die trockene Kruste dann mit einem scharfen Gegenstand abzukratzen. Mit Funkgerät und Notfall-Rucksack ausgerüstete setzt DRK-Rettungsassistent Felix Tameling kurzfristig im Motorboot von der Hauptstation Falckenstein nach Heikendorf über, um das Team der Wasserwacht auf dem Ostufer zu verstärken. Die neun Rettungsboote der Wasserwacht und sechs roten DLRG-Flitzer dienen nebenher auch der Regatta-Absicherung, und das nicht nur zur Kieler Woche. Um alle Strände von Ende Juni bis September jeden Tag aufs Neue von 9 bis 18 Uhr abzusichern, unterstützen junge Leute aus ganz Deutschland die Kieler Wasserwacht. Auch neun Ehrenamtliche aus Polen wie der 22-jährige Patryk aus Stettin sind an der Förde dabei, um Unglücksfälle durch Ertrinken, wie sie das Land im Juli erschütterten, nach Möglichkeit auszuschließen. Fotos JUTTA EHMSEN

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